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Lampen wechseln leicht gemacht

Lampen wechseln
Lampen wechseln mit wenig Erfahrung machbar

Wer des Öfteren mal die Wohnung gewechselt hat weiß, dass gewisse Dinge, wie der Austausch der Beleuchtung eine Herausforderung darstellen können. Klar, kommt mit der Übung das Know-How. Eine Routine in dieser handwerklichen Tätigkeit hilft Anfänger-Fehler, wie ein falsches Bohren, zu vermeiden.

In jedem Fall schafft das garantiert jeder mit einer präzisen Anleitung. Diese wollen wir von lichterwelt24.net Ihnen gerne auf einfache und schnelle Art im folgenden zur Hand geben …

Das Wichtigste zum Lampen wechseln in 1 Minute

  • Strom aus!
  • Alte Lampe mit Schraubenzieher abmontieren
  • Ggf. alte Löcher wieder von Dübeln befreien und zuspachteln
  • Bohrstellen mit Bleistift vormarkieren
  • Löcher bohren
  • Dübel einsetzen
  • Lampe anschrauben
  • Stromkabel einführen und festschrauben
  • Lampendeckel einsetzen
  • Strom an – es werde Licht!

Einfache Erklärung zum Lampen austauschen

Strom aus!

Der erste Schritt, egal ob eine neue Lampe direkt angeschlossen wird oder die alte erst abmontiert wird, ist den Stromkreis im entsprechenden Raum kurzzeitig zu unterbrechen. Ein Stromkasten befindet sich für gewöhnlich innerhalb der Wohnung selbst. Wenn man Glück hat ist dieser auch richtig beschriftet. Den entsprechenden Hebel dann nach unten drücken, um den Strom abzustellen.

Damit man auf Nummer Sicher ist, bei angeschlossener Lampe den Lichterschalter drücken. Ist keine Lampe im entsprechenden Raum die Steckdose mit einem Gerät prüfen. Professionell geht das mit einem Phasenprüfer, genauso gut kann aber auch ein Stecker irgendeines Geräts, wie z.B. des Staubsaugers zur Überprüfung herangezogen werden.

Alte Beleuchtung abmontieren

Mit Hilfe eines Stuhls oder einer Klappleiter ist die Lampe leicht zu erreichen. Mit einem Akkuschrauber geht das Lösen der alten Schrauben am schnellsten. Natürlich können Sie auch genauso einen Schraubenzieher verwenden. (An einem Sonntag evtl. die bessere Wahl, um es sich nicht mit den Nachbarn zu verscherzen). Je nach Lampenmodell müssen Sie davor oder danach mit einem feinen Schlitz-Schraubenzieher bzw. flachen Schraubenzieher die 2 bzw. 3 Stromkabel lösen.

Jetzt kommt es darauf an, was als nächstes montiert wird. Wenn Sie Glück haben, können sie ein oder gar mehrere der alten Bohrungen inkl. eingesetzter Dübel aufs Neue nutzen. Nicht mehr genutzte Löcher nach Bedarf wieder zuspachteln. Abhängig ist das davon, ob sich die alten Löcher unter der neu montierten Beleuchtung verstecken lassen oder nicht. Wenn nicht muss der alte Dübel entfernt werden. Das geht entweder mit der bloßen Hand oder mit Hilfe einer Zange.

Beim Herausziehen des Dübels kann aber auch noch mehr von der Decke abgerissen werden. Um das zu vermeiden kann eine erneute Bohrung in der entsprechenden Größe des vorhandenen Lochs den alten Dübel elegant entfernen.

Das Loch etwas anfeuchten und dann mit Spachtelmasse schließen. Wenn die entsprechend festgelegte Zeit des Trocknens verstrichen ist kann mit dem nächsten Punkt fortgesetzt werden.

Neue Lampen montieren

Vorab prüfen, wo genau an der Decke im potentiellen Bohr-Bereich Stromleitungen verlaufen.

Mit einem Bleistift idealerweise im Vorhinein die Stellen, wo gebohrt werden soll, an der Decke anzeichnen. Beachten Sie dabei schon im Vorhinein, wo der Beleuchtungskörper am besten positioniert wird. Weder da wo Strom verläuft sollte gebohrt werden, sondern auch nicht so dass später das Kabel, das aus der Decke ragt, zu sehen ist.

Ein Helfer zur Seite macht aus der Bohrung eine saubere Sache, indem dieser direkt den von der Decke fallenden Schmutz mit einem Sauger auffängt.

Die Löcher werden nun gebohrt. Das kann mit einem Akkuschrauber mit Bohrfunktion bereits gelingen. Manchmal genügt die Kraft dieses Werkzeugs allerdings nicht. Bei festerem Material der Decke sollte eine richtige Bohrmaschine oder gar ein Bohrhammer eingesetzt werden.

Ist die Decke tiefer im Innern zwar hart, oberflächlich allerdings porös, so gilt folgende Vorgehensweise: Bohren Sie solange es wenig Widerstand gegeben ist, ohne Bohrhammer-Funktion. Zumeist wird es im tieferen Bereich dann härter. Da kann problemlos die Borhammer-Einstellung eingesetzt werden, um mit zusätzlichem Schlagimpuls das Material zu zermürben.

Nach der Bohrung nochmals in die Löcher hineinsaugen. Der Staubsauger entfernt den letzten Schmutz. Das ist eine hygienische Vorgehensweise, gerade wenn irgendwann einmal der Dübel wieder aus dem Loch entfernt wird. Für Lampen die nicht an der Decke, sondern an der seitlichen Wand befestigt werden gilt das insbesondere.

Als nächstes können die Dübel eingesetzt werden. Dabei gibt es eine große Auswahl. Wenn denn das Loch ohne Probleme gebohrt werden konnte, so können Sie beruhigt die mit der Beleuchtung mitgelieferten Dübel verwenden. Wurde ihr Loch leider überraschend größer heißt das entweder auf einen breiteren Dübel zurückgreifen oder aber notfalls das Loch nochmals verspachteln und erneut ein Loch bohren. Der Vorteil letzter Aktion ist, dass in die verspachtelte Stelle wesentlich einfacher gebohrt werden kann. Beachten Sie allerdings unbedingt die Trocknungszeit der Spachtelmasse.

Spezielle Dübel-Arten für festeren Halt

Natürlich sei an dieser Stelle der bekannte Dübel-Hersteller Fischer zu erwähnen. In diesem Bereich hat sich die Firma zurecht einen Namen gemacht, da diese für verschiedenste Wandsituationen passende Lösungen konstruiert hat. Das ist extrem vorteilhaft, da an Decke und Wand unterschiedlichste Materialien in wiederum unterschiedlichster Anordnung aufeinander folgen können. In der Decke können Rigips-Platten, Holz, Mörtel, Metall, und viele weitere Baustoffe vorkommen.

Ein besonderer Dübel ist da zum Beispiel der Fischer UX Nylondübel. Dieser besitzt ein außergewöhnliche Mittelstück, das sich beim Reinschrauben der Schraube innerhalb eines Hohlraums ausdehnt. So kann selbst in Wänden mit Hohlräumen eine adäquate Lösung gefunden werden, dass die Schraube absolut satt im Dübel hält und letzterer wiederum in der Wand.

Bringen Sie nun die Lampe an der Decke an, indem Sie das Stromkabel durch die entsprechende Öffnung hindurchführen. Bei leichteren Lampen hält das Stromkabel in gespreiztem Zustand die Lampe, sodass die Hände frei sind, um nach den Schrauben und einem Hilfs-Werkzeug (Schraubenzieher/Akkuschrauber) zu greifen. Das Anschrauben mittels Akkuschrauber bedarf etwas Feingefühl, gerade kurz vor dem Ende des Vorgangs. Schnell ist die Kreuz- oder Schlitz-Vertiefung am Schraubenkopf verformt, wenn zu viel Power des Schraubers auf zu viel Widerstand trifft. Die Folge ist dann die fehlende Möglichkeit, die Schraube wieder herauszudrehen. Aus besagtem Grund sollte nur als geübter Hobby-Monteur ein Akkuschrauber eingesetzt werden.

Stromkabel – Was ist was?

Entweder davor oder danach werden die Stromkabel über die Lüsterklemme miteinander verbunden. Wer Glück hat bei dem besitzen die Kabel der Lampe dieselbe Farbe wie die von der Stromleitung herkommend. 

Meistens steht man allerdings vor einem kunterbunten Mix. Die Lösung:

  • Phase (=hier fließt der Strom!): Schwarz oder Braun
  • Null-Leiter (=Erdung, liefert Energie): Blau oder Grau
  • Schutzleiter : Zu 90% Gelb-Grün

Eselsbrücke für die Kabelfarben

Das 2-Farbige (Gelb-Grün) ist immer der Schutzleiter. Schwarz und Braun (Konservativ und Nationalistisch) sind politisch betrachtet nah beieinander. Der Mix dieser Gesinnung für zu radikalem Denken, was zum gefährlichen stromleitenden Kabel passt. Der meist blaue Nullleiter kann mit dem Wasser unseres blauen Planeten verglichen werden. So wie das Wasser den notwendigen Gegenpol zum Land darstellt stellt der Null-Leiter das notwendige Pendant zur Phase (Stromleiter) dar.  

Noch vor dem Aufsetzen des Lampendeckels prüfen Sie bitte, ob sich die Lampe nun ein- und ausschalten lässt. Das heißt die Glühlampe-Halogenlampe einzusetzen, bzw. bei LED-Lampen sind diese schon direkt auf dem Lampen-Körper drauf. Bei eingeschaltetem Strom den Lampenschalter drücken. Geht die Lampe nicht an, so muss nochmals geprüft werden, ob nicht etwa die Stromkabel vertauscht wurden oder aber zu wenig Kontakt besteht. Wenn die Lampe schlussendlich leuchtet, wird der Lampendeckel aufgesetzt. Je nach dem Bedarf es noch einer letzten Verschraubung und die Lampe ist fertig montiert.

Detaillierte Infos zum Thema “Lampe anschliessen” finden Sie hier!

Benötigte Hilfsmittel beim Lampenwechsel

  • Stuhl oder Klappleiter (fester Stand sollte garantiert sein!)
  • Zum Löcher Bohren: Akkuschrauber mit Bohr-Funktion oder Bohrmaschine/Bohrhammer
  • Kleiner Flach-Schraubenzieher für das Befestigen der Stromkabel
  • Bei 2 Leuten realisierbar: Staubsauger, um den meisten Putz, der beim Bohren herunterfällt, direkt aufzufangen
  • Bleistift, um die Positionen zu markieren, an denen gebohrt werden soll
  • Dübel und Schraube, idealerweise bei der Lampe vorhanden

Häufig gestellte Fragen

Was tun bei poröser Decke?

Da sollte man eine möglichst schnelle Bohrgeschwindigkeit ohne die Bohrhammer-Funktion verwenden.

Bohrung kürzer als Dübel – Was tun?

Wenn nicht weit gebohrt werden kann, sagen wir einen halben bis ganzen Zentimeter weniger als der Dübel lang ist, kann es manchmal funktionieren, dass Sie den Dübel einfach entsprechend mit einem Cutter-Messer kürzen. Der Halt an der Decke kann bei nicht allzu schweren Leuchten locker halten.

Loch zu breit gebohrt – Welche Möglichkeiten gibt es?

Entweder Sie schließen das Loch erneut durch Zuspachten. Ist jedoch das Loch nur geringfügig größer, so kann es auch funktionieren, einfach einen breiteren Dübel und eine entsprechend dickere Schraube einzusetzen.

 

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